Ich habe mich der ITIL V3 Foundation Prüfung unterzogen und unmittelbar davor an einer entsprechenden dreieinhalbtägigen Schulung teilgenommen.
Die Schulung war sehr intensiv, unser Trainer sprach passenderweise von einer Druckbetankung. Die ersten beiden Tage fühlte ich mich am Tagesende in der Tat so, als wäre das Wissen mit Hochdruck in mein Gehirn gepresst worden, an den letzten eineinhalb Tagen hatte ich dann allerdings das Gefühl, dass sich das Wissen auch wirklich bei mir “gesetzt” hat.
Die Schulungsunterlagen hatten den Umfang eines DIN-A4-Ordners. Der Dozent trug eine Auswahl aus diesen Schulungsunterlagen vor und reicherte sie gelegentlich mit Beispielen aus der Praxis an. Sehr hilfreich war eine Übung, in der die Teilnehmer – vier Personen – Begriffe aus dem ITIL-Umfeld den jeweiligen Live Cycles zuordnen mussten und auch jeweils einige Fragen dazu bestellt bekamen. Die Übungsprüfungen, die wir (als “Hausaufgabe”) machten und dann am Folgetag besprachen, trugen ebenfalls zum Verständnis bei und gaben den Teilnehmern vor allem auch eine grobe Ahnung, wie “fit” sie für die Prüfung waren.
Die Prüfung selber wurde von einer Beauftragten des TÜV Süd abgenommen und dauerte eine Stunde. Sie wurde unter “Clean Desk”-Bedingungen geschrieben, es waren also keinerlei Hilfsmittel erlaubt, lediglich Schreibutensilien. Die Prüflinge mussten sich alle ausweisen und der Trainer musste für den Zeitraum der Prüfung den Raum verlassen.
Die Fragen der Prüfung waren Multiple-Choice-Fragen, üblicherweise wurden vier Antworten angeboten. Man musste die Fragen aufmerksam lesen, um die richtige Lösung auszuwählen. Der Schwierigkeitsgrad variierte. Die Lösungen mussten die Prüflinge auf einem separaten Lösungsbogen eintragen (a, b, c, d-Kästchen ankreuzen) und zusammen mit dem Aufgabenbogen abgeben. Die Auswertung führte die Prüferin mit einer Schablone durch, die sie über den Antwortbogen legte. Wenige Minuten nach der Prüfung erhielten die Prüflinge ihre Ergebnisse. Auf Wunsch konnte man die korrigierte Prüfung einsehen, um zu wissen, bei welchen Aufgaben die Antwort falsch war. Jeder Teilnehmer erhielt vom TÜV Süd eine Bescheinigung über die Teilnahme an der Prüfung, auf der auch das Prüfungsergebnis als Prozentsatz der richtig beantworteten Fragen und der Status bestanden/nicht bestanden vermerkt waren. Mit mindestens 26 von 40 korrekt beantworteten Aufgaben war die Prüfung bestanden, und man erhielt eine Urkunde und eine grüne Anstecknadel.
