“The Decisive Moment” von Jonah Lehrer

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In seinem Buch The Decisive Moment beschreibt  Jonah Lehrer, wie das Gehirn Entscheidungen fällt.

Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben, es erzählt eine Reihe kleiner und spannender Geschichten und erläutert dann die zugrunde liegende “Hirn-Mechanik”. Für mich überraschend war, dass der emotionale Teil des Gehirns einen sehr großen Anteil an scheinbar rationalen Entscheidungsprozessen hat und der Autor empfiehlt, bei komplexen Entscheidungen eher dem “Bauchgefühl” zu vertrauen als der reinen Ratio, die nur für eher einfache Probleme geeignet ist.

 

“The Back of the Napkin (Expanded Edition)” von Dan Roam

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Das Buch von Dan Roam beschreibt, wie man mit Hilfe von Zeichnungen Probleme löst und Ideen präsentiert.

Er betont zu Beginn, dass man nicht “zeichnen” können muss, sondern es ausreicht, dass man einige geometrische Grundfiguren zeichnen kann. Ich halte mich selbst nicht für jemanden, der gut “zeichnen” kann und hatte keine Probleme, die geforderten Symbole zu Papier zu bringen.

Roam benutzt einen systematischen Ansatz für die Anfertigung von Zeichnungen. Zu Beginn legt die vier Schritte dar,die nacheinander durchlaufen werden:

  • Sehen
  • Erkennen
  • Vorstellen
  • Zeigen

Er teilt alle Zeichnungen in sechs Kategorien/Fragestellungen ein (6W):

  • wer?
  • was?
  • wann?
  • wo?
  • wie?
  • Warum?

Für jede Kategorie schlägt er einen “Basistyp” für die Zeichnung vor. Anhand der SQVID-Fragen wird die Art der Zeichnung näher spezifiziert:

  • simpel vs. ausgearbeitet
  • qualität vs. Quantität
  • Vision vs. Ausführung
  • individuelle Attribute vs. Vergleich
  • Delta (Änderung) vs. Status Quo

Auch für das Zeigen/Präsentieren von Zeichnungen empfiehlt er ein System, das <6><6>-Modell. Es besteht aus der Zuordnung einer Art des Zeigens/Präsenation zu jeder Art des Sehens (6Ws).

Anhand einer Fallstudie aus dem Geschäftsleben beschreibt er dann die Anwendung seines Systems, inclusive der Präsentation.

Das hier knapp umrissene System stellt der Autor in etlichen Kapiteln ausführlich und leicht nachvollziehbar dar, die Umsetzung in die tägliche Praxis muss aber vom Leser selbst geleistet werden.

Ich fand das Buch sehr interessant. Es hat mir neue Denkanstösse gegeben und mich angeregt, seine Methode zukünftig auszuprobieren.

“The Personal MBA: A World-Class Business Education in a Single Volume” von Josh Kaufman

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Über mehrere Wochen hinweg habe ich das englischsprachige Buch The Personal MBA: A World-Class Business Education in a Single Volume von Josh Kaufmann gelesen.

Die Philosophie hinter dem Buch ist, wie der Titel schon vermuten lässt, das essentielle Business-Wissen in einem Buch zu vermitteln.

Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt:

  • Warum sollte man dieses Buch lesen?
  • Wertschöpfung
  • Marketing
  • Verkauf
  • Leistungserbringung
  • Finanzen
  • Der menschliche Geist
  • Mit sich selbst arbeiten
  • Mit anderen arbeiten
  • Systeme verstehen
  • Systeme analysieren
  • Systeme verbessern

In jedem Abschnitt werden wichtige Prinzipien in kurzen Texten vorgestellt. Naturgemäss werden die Themen nicht in der Tiefe behandelt, sondern nur ihre Essenz vermittelt. Dies geschieht auf leicht verständliche Weise. Im Anhang wird zu vielen Themen auf weiterführende Literatur verwiesen.

Josh Kaufman entwickelt in seinem Buch keine neuen Inhalte, sondern sein Verdienst ist es, eine Auswahl aus dem vorhandenen, aber über viele Quellen verstreuten Wissen für den Leser zusammen zu stellen. Dies ist ihm meiner Meinung nach gut gelungen.

Das Buch kann meiner Meinung nach allerdings nicht eine kaufmännische Ausbildung oder ein Studium mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt ersetzen, da elementare Inhalte, wie Buchführung oder Rechnungswesen, nicht behandelt werden.

Ich halte das Buch jedoch für geeignet, einen groben Überblick über die wesentliche betriebswirtschaftliche Themen zu geben, als Einstiegswerk für angehende Entrepreneure, aber auch als Ergänzung für  betriebswirtschaftlich ausgebildete Menschen, da es noch einmal das “grosse Ganze” in den Vordergrund stellt, das in der täglichen Arbeit leicht aus dem Blick geraten kann.

Der Autor bietet auf seiner Webseite weiterführende Informationen zu den im Buch vorgestellten Themen an.

Neben dem Buch selbst finde ich auch Kaufman’s Konzept sehr interessant, ein Wissensgebiet zu erschliessen. Etwas Ähnliches würde ich mir auch für andere Themenbereiche wünschen.

 

“Outliers” von Malcolm Gladwell

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Ich habe das Buch Outliers von Malcolm Gladwell gelesen. Es zeigt an einer Reihe von Beispielen, dass “herausragende Persönlichkeiten” nicht (nur) aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften “herausragen”, sondern vor allem, weil die Umstände ihnen dies ermöglichen.

Ich kann dieser Argumentation folgen, denn ich habe selbst schon oft den Gedanken gehabt, wie sehr unsere Leben auch von äußeren Umständen geprägt werden.

Gladwell zeigt verschiedene Beispiele in seinem Buch. Nicht immer habe ich das Gefühl, dass seine Argumentationsketten durch eine empirisch/statistisch solide Basis gesichert sind, insbesondere bei den “Einzelschicksalen”, wie beispielsweise dem von Bill Gates, den Borgenichts oder Joseph H. Flom.  Andere Beispiele, wie die Hockeyspieler oder das der KIPP-Schulen, waren da für mich deutlich überzeugender.

Am interessantesten waren für mich die Beispiele mit den Flugzeugabstürzen. Sie zeigen zum einen, dass eine Akkumulation kleiner Fehler und Probleme zu großen Problemen führen können, was für mich dann wieder den Bogen zu Poka YokeStandard Operation Procedures und Checklisten spannt (obgleich diese ja gerade in der Luftfahrt tägliche Praxis sind, aber hier nicht geholfen haben), aber auch, dass gewisse kulturelle (persönliche)  Eigenschaften und Gepflogenheiten stark behindern können.

Ich fand das Lesen des Buches lohnenswert. Es ist unterhaltsam geschrieben und hat mir ein paar Denkanstösse vermittelt.

Projektmanagement mit der Theory of Constraints

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Auf dem Kindle habe das Buch The Critical Chain von Eliyahu M. Goldratt gelesen. Es behandelt die Anwendung der Theory of Constraints (ToC) auf das Management von Projekten.

In Form einer Geschichte um den Professor eines Executive MBA-Kurses und seines Projektmanagement-Kurses werden die Probleme des klassischen Projektmanagements und der Lösungsansatz der ToC vorgestellt.

Folgende Probleme des klassischen Projektmanagements werden thematisiert:

  • für jeden Arbeitsschritt wird eine Sicherheitsreserve eingerechnet, so dass die Projektlaufzeit länger erscheint, als sie eigentlich sein müsste
  • aufgrund des Sicherheitsreserve besteht die Tendenz, die tatsächliche Arbeit an dem Projektschritt zu verzögern (“ich habe ja noch Zeit”, “Studenten-Syndrom”)
  • ein Arbeitsschritt wird praktisch nie vor der veranschlagten Zeit als erledigt gemeldet, denn zum einen werden die Ausführenden nicht dafür belohnt, sondern müssen sich eher noch rechtfertigen, warum sie früher fertig geworden sind (“Haben Sie nicht sorgfältig gearbeitet?”), zum anderen besagt das Parkinson’sche Gesetz, dass eine Arbeit die zur Verfügung stehende Zeit vollständig konsumiert.
  • Durch die Tendenz zum Multitasking im Sinne der Arbeit an mehreren Projekten/Projektschritten gleichzeitig verlängern sich tendenziell die Durchlaufzeiten der Arbeitsschritte.

Das Projektmanagement nach der Theory of Constraints legt, wie das klassische Projektmanagement seinen Schwerpunkt auf den Kritischen Pfad eines Projektes. Folgendes wird aber anders gemacht:

  • nicht einzelne Arbeitsschritte werden durch Zeitpuffer “gesichert”, sondern man bildet Zeitpuffer an “strategischen Stellen”, nämlich an das Ende des kritischen Pfades  (hinter den letzten Schritt, Projektende) und vor der Einmündung von “Seitenpfaden” in den kritischen Pfad. Die Zeitpuffer für einzelne Arbeitsschritte werden also an “wichtigere” Stellen umverteilt.
  • es erfolgt keine verbindliche Planung mehr mit genauen Start- und Endedaten für die einzelnen Arbeitsschritte und Meilensteinen, basierend auf der Erkenntnis, dass die Zeitdauer der Arbeitsschritte aufgrund der unvermeidlich auftretenden Unsicherheiten (Stichwort: Murphy’s Gesetz) und in der Praxis auftretenden Planänderungen realistischerweise nicht exakt vorherbestimmt können. Es wird also “Pseudo-Genauigkeit” aufgegeben.
  • die einzelnen aktiven Arbeitsschritte melden täglich ihren Status (“wir benötigen noch X Tage”). Daraus wird der aktuelle “Füllstand” der Puffer errechnet.
  • der Projektstatus wird am “Füllgrad” der Puffer gemessen und gemanagt.
  • man sollte vermeiden, das eine Ressource, z. B. ein Spezialist, zeitgleich für verschiedene Arbeitsschritte benötigt wird, da dies naturgemäß zu Verzögerungen und ggfs. den “Springen” von Problemen zwischen verschiedenen Pfaden des Projektes führen kann.
  • bei mehreren gleichzeitig durchgeführten Projekten muss man sicherstellen, dass Konflikte um die “Engpass-Ressourcen” vermieden werden, indem man beispielsweise die Startzeit der Projekte an der Verfügbarkeit der Engpässe ausrichtet, also ihnen unterordnet.

Auch dieses Buch von Goldratt hat mir wieder einige interessante Impulse gegeben, ich hätte mir jedoch den Teil über die Ressourcenkonflikte etwas ausführlicher gewünscht.

Beim Lesen des Buches habe ich mich gefragt, ob man die ToC nicht aus nutzbringend in der Verkehrstechnik einsetzen kann, z. B. bei der Erstellung von Fahrplänen.

Die Theory of Constraints

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Das erste Buch, das ich mir für den Amazon Kindle herunter geladen habe, war The Goal: A Process of Ongoing Improvement von Eliyahu M. Goldratt. Es bringt dem Leser in Form einer Geschichte um eine Fabrik, die von der Schließung bedroht ist, die Theory of Constraints nahe.

Diese Theorie besagt, dass man in einem Produktionssystem vor allem dafür sorgen soll, dass die Engpässe, z. B. bestimmte Maschinen in einer Fabrik, stets ausgelastet sind. Das Vorgehen ist dabei folgendes:

  1. Identifiziere die Engpässe
  2. Entscheide, wie du die Engpässe nutzen willst und nutze sie mit grösstmöglicher Kapazität (idealerweise ständig)
  3. Ordne alles andere dieser Entscheidung unter
  4. Vergrössere die Kapazität der Engpässe
  5. falls durch den vorhergehenden Schritt ein Engpass aufgelöst wurde, gehe zurück zu Schritt 1

Die Theory of Constraints (ToC) lässt sich natürlich nicht nur in der industriellen Produktion anwenden, sondern auch auf andere Material- und Informationsflüsse. So könnte zum Beispiel beim PC-Rollout die Installation der Images auf den Festplatten der Engpass sein (beschränkte Anzahl von gleichzeitig möglichen Installationen, Geschwindigkeit). Unter Anwendung der ToC würde man dann den Workflow so optimieren, dass stets genügend “Roh-PCs” für die Installation bereit stehen.

Das Buch vermittelt weiterhin folgende Grundsätze:

  • Der Durchsatz wird gemanagt, nicht die Kosten
  • Überkapazitäten bei Nicht-Engpässen sind akzeptabel
  • Engpässe können außerhalb des betrachteten Systems liegen, z. B. im Markt
  • An Nicht-Engpässen können Produkte/Leistungen, die von den Engpässen konsumiert werden, priorisiert werden (mit Vorsicht zu geniessen!)

Goldratt empfiehlt folgende Messgrössen für das Ziel, Geld zu machen:

  • Durchsatz ist die Rate, mit der das System Geld durch Verkäufe generiert
  • Inventar ist alles Geld, für welches das System Dinge gekauft hat, die es verkaufen will
  • Operative Ausgaben sind all das Geld, das das System ausgibt, um Inventar in Durchsatz zu verwandeln

In dem Buch werden folgende relevante “traditionelle” Messgrössen hervorgehoben (alle drei sollten optimalerweise steigen):

  • Nettoertrag/Reingewinn
  • Return on Investment (ROI)
  • Cash Flow

Das Buch hat mir gut gefallen und einige neue Denkanstösse gegeben.

Amazon Kindle

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Nachdem es nun den Kindle jetzt auch über Amazon Deutschland zu kaufen gibt und endlich auch der Kindle Store für die Bücher hier “geöffnet” ist, habe ich mir vor einigen Tagen diesen eBook-Reader in der Wifi-Version inclusive einer Schutzhülle gekauft.

Die Schriftdarstellung auf dem Gerät ist wirklich sehr gut, auch Bilder werden in Graustufen gut dargestellt. Wenn man das erstmalig Display sieht, mein man, es würde sich um einen Aufkleber handeln und ist fast versucht, ihn abzuziehen.

Die englischsprachige Bedienung ist gut gelöst. Das Gerät ist einfach ins passwortgeschützte WLAN zu bringen. Über den Amazon Kindle Store gekaufte Bücher wurden ruckzuck herunter geladen und dem sofortigen Lesevergnügen stand nichts im Weg. Die herunter geladenen Bücher kann man in “Verzeichnissen” organisieren. Ich habe mir ein Verzeichnis “ungelesen” angelegt, in das ich die ungelesenen Bücher verschiebe. Nach dem Lesen verschiebe ich sie dann in ein Verzeichnis, das eine grobe thematische Zuordnung erlaubt, z. B. “Lifehacking”.

Der Duden und englischsprachige Wörterbücher werden gratis bereit gestellt. Beim Lesen eines Textes lassen sich die Wörte dann im Wörterbuch nachschlagen, indem man den Cursor vor dem betreffenden Wort platziert. Es erscheint dann am oberen oder unteren Rand der “Seite” die passende Erklärung aus dem Wörterbuch. Das “aktive” Wörterbuch kann man auf dem Kindle auswählen.

Über eine Suchfunktion kann man Bücher nach Worten oder Wortfolgen durchsuchen. Dies finde ich sehr praktisch, wenn ich mir nach dem ersten Lesen die “Take-aways” zusammen stellen möchte und nur noch die betreffenden Schlüsselworte im Kopf habe.

Es ist auch möglich, in einem Buch Passagen zu markieren und zu sehen, was andere Leser markiert haben. Dies habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.

Der Kindle Shop bietet nach eigenen Angaben 650.000 Bücher, davon 25.000 in deutscher Sprache, an. Eine Reihe von Büchern ist kostenlos oder für wenig Geld (99ct) herunterladbar, z. B. Romane von Jules Verne oder Bücher von Siegmund Freud.

Für verschiedene Betriebssysteme ist auch eine Kindle-Anwendung verfügbar, mit der das Lesen von Kindle eBook auf PCs, Macs und mobilen Geräten (z. B. iPad und Android Tablets) möglich ist. Der Buchbestand zwischen den Kindle-”Geräten” wird dabei synchronisiert.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit meinem Kindle und habe mir schon ein paar englischsprachige “Bücher” gekauft.

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